Uwe Lausen
* 15. JANUAR 1941 IN STUTTGART
† 15. SEPTEMBER 1970 IN BEILSTEIN BEI STUTTGART
Der deutsche Maler Uwe Lausen begann als Autodidakt im Kreis der Künstlergruppe „SPUR“ in den 1960er Jahren in München zu malen und stieg schnell zum Jungstar in der Szene auf. Zuvor hatte er mit seinem Schulfreund Frank Böckelmann die Literaturzeitschrift „ludus“ ins Leben gerufen. Über „SPUR“ bekam er Kontakt zu der Situationistischen Internationale, einer kulturrevolutionären Bewegung um Guy Debord und Asger Jorn, der er bis 1965 angehörte. Nach einer experimentellen Phase fand Lausen über Körperansichten zum Thema der Collage als seiner künstlerischen Ausdrucksform. Ende der 1960er folgte eine kurze Pop Art-Phase in Kombination mit dem Realismus, in der er sich vermehrt mit dem Thema Gewalt beschäftigte. 1970 beendet er sein Leben im Alter von 29 Jahren unter dem Einfluss von Drogen. Seine Werke weisen die unterschiedlichsten Einflüsse auf, von Informel, Surrealismus oder Pop Art bis hin zu psychedelischer Ästhetik.