André Masson
* 4. JANUAR 1896 IN BALAGNY-SUR-THÉRAIN, DÉPARTEMENT OISE
† 28. OKTOBER 1987 IN PARIS
André Masson war ein französischer Maler, Grafiker und Bildhauer und äußerst vielfältiger moderner Künstler.
Er studierte in Brüssel und Paris und wurde im Ersten Weltkrieg als Freiwilliger schwer verletzt. Sein Œuvre ist anfangs vom Kubismus und Surrealismus geprägt und weist Einflüsse zu Jean Miro, Max Ernst und Andé Breton auf, mit denen der Künstler eng befreundet war. Vor dem Zweiten Weltkrieg lebte er in Spanien und flüchtete 1942 vor den Deutschen in USA. In dieser Zeit befasste er sich in seinen Arbeiten u.a. mit mystischen Themen und dem Abstrakten Expressionismus, dessen Künstler er maßgeblich mit beeinflusste. Nach dem Ende des Krieges kehrte er nach Paris zurück und beschäftigte sich intensiv mit Buchillustrationen und Bühnenbildern. Bis zum Ende seines Lebens rückten Themen wie Krieg und Gewalt wieder in den Vordergrund seines Schaffens.
Masson war in zahlreichen internationalen Ausstellungen vertreten und nahm zum Beispiel an den ersten drei documenta-Ausstellungen in Kassel teil. Bereits zu Lebzeiten widmeten ihm verschiedene Institutionen Retrospektiven, so z.B. die Albertina in Wien 1958 und die Berliner Kunstakademie 1964.