Käthe Kollwitz
* 8. JULI 1867 IN KÖNIGSBERG IN PREUßEN
† 22. APRIL 1945 IN MORITZBURG BEI DRESDEN
Käthe Kollwitz zählt zu den bekanntesten deutschen Künstlerinnen des 20. Jahrhunderts.
Ihre Lithografien, Radierungen, Kupferstiche, Holzschnitte und ihre plastischen Arbeiten sind gezeichnet durch einen zeitlosen Stil bei einer gleichzeitigen Aktualität in Bezug auf die Themen ihrer Zeit und die allgemeine Menschlichkeit ihrer Motive.
Sie studierte in München und zog nach ihrer Hochzeit mit Karl Kollwitz nach Berlin, wo sie von 1898 bis 1902/03 an der Berliner Künstlerinnenschule lehrte. Nach dem frühen Kriegstod ihres Sohnes kam sie mit dem Pazifismus und den Sozialisten in Kontakt. Sie war Mitglied in der Künstlerorganisation Berliner Secession, arbeitete für die Internationale Arbeiterhilfe (IAH) und wurde 1919 als erste Frau zur Professorin an der Preußischen Akademie der Künste ernannt. Unter dem Druck der Nationalsozialisten musste sie 1933 ihre Professur aufgeben. 1936 wurden ihre Werke aus der Berliner Akademieausstellung entfernt, was einem Ausstellungsverbot gleichkam. Von 1944 bis zu ihrem Tod 1945 lebte sie auf dem Rüdenhof in Moritzburg. In Dresden, Berlin und Köln sind ganze Museen ihrem Œuvre gewidmet.
Der Käthe-Kollwitz-Preis der Akademie der Künste in Berlin wurde nach ihr benannt. Sie selbst erhielt 1908 den Villa-Romana-Preis verliehen.